Backlinks kaufen: Was Google erlaubt und welche Alternativen es gibt
Backlinks kaufen ist nach Googles Spamrichtlinien riskant. Hier steht, wann gekaufte Links als Spam gelten, wie rel=sponsored hilft und welche Wege zu echten Links führen.
Backlinks kaufen heißt: Geld (oder Ware, oder eine Gegenleistung) zu geben, damit eine andere Website auf die eigene verlinkt. Das Angebot ist groß, die Regeln sind eindeutig: Google zählt Links, die gegen Bezahlung Rankings beeinflussen sollen, zum Linkspam. Dieser Artikel erklärt, was genau verboten ist, wann bezahlte Links trotzdem sinnvoll sein können und was Sie stattdessen tun können.
Was Google zu gekauften Links schreibt
In den Spamrichtlinien nennt Google als Linkspam unter anderem den Kauf und Verkauf von Links, die PageRank weitergeben. Dazu zählen Geld für Links, Beiträge mit Links gegen Bezahlung, Links im Tausch gegen Waren oder Leistungen und kostenlose Produkte, die nur gegen einen Beitrag mit Link verschickt werden.
Entscheidend ist der Zweck: Ein Link, der Rankings beeinflussen soll, gehört gekennzeichnet. Dafür gibt es drei Werte für das rel-Attribut (Google-Dokumentation):
| Attribut | Wofür |
|---|---|
rel="sponsored" | bezahlte Platzierungen, Anzeigen, Affiliate-Links |
rel="ugc" | Links in nutzergenerierten Inhalten, etwa Kommentaren |
rel="nofollow" | Links, denen die Seite nicht ihr Vertrauen aussprechen will |
Ein als sponsored markierter Link ist keine Verletzung der Richtlinien. Er gibt in der Regel aber auch kein Ranking-Signal weiter, sondern bringt Besucher und Sichtbarkeit.
Was passieren kann
Google schreibt, dass seine Systeme Linkspam abwerten oder ignorieren; bei Verstößen sind außerdem manuelle Maßnahmen möglich. Die Folgen im Einzelfall kann niemand vorhersagen. Ob gekaufte Links Ihrer Seite konkret geschadet haben, sehen Sie in der Search Console unter „Sicherheit & manuelle Maßnahmen“ und an plötzlichen Einbrüchen, die zum Zeitpunkt eines Linkaufbaus passen. Wie Sie solche Einbrüche einordnen, steht im Artikel Sichtbarkeitsverlust.
Typische Angebote und wie sie zu bewerten sind
| Angebot | Einschätzung |
|---|---|
| Linkpakete mit Hunderten Links für einen Festpreis | hohes Risiko; Linkspam und Netzwerke sind der typische Fall |
| Links aus privaten Blognetzwerken (PBN) | Verstoß gegen die Richtlinien, Zweck ist die Manipulation |
| Gastbeitrag auf einer redaktionellen Seite, Link ohne Kennzeichnung, gegen Bezahlung | bezahlter Link, müsste als sponsored markiert sein |
| Gastbeitrag, der redaktionell angenommen wird, ohne Zahlung für den Link | normales Linkbuilding, siehe unten |
Anzeige oder Sponsoring mit rel="sponsored" | erlaubt, aber kein Rankingsignal; zählt als Werbung |
| Verzeichniseintrag mit Redaktion und Nutzen für Besucher | unproblematisch, wenn er eine echte Zielgruppe erreicht |
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
- Es werden Rankings, Mengen oder „Domain-Autorität“ als Ergebnis versprochen.
- Die Anbieter nennen keine Seiten, auf denen Ihr Link erscheint, oder nur Seiten ohne eigenen Inhalt.
- Die Seiten behandeln beliebige Themen, haben keine erkennbare Redaktion und linken auf viele völlig unterschiedliche Branchen.
- Der Preis hängt an einer Kennzahl eines Tools statt an Reichweite oder Leserschaft.
Eine Kennzahl wie „DR“ oder „Domain Authority“ stammt von Drittanbietern. Google verwendet sie nicht, und sie lässt sich manipulieren.
Alternativen: Links verdienen statt kaufen
- Inhalte, die man zitiert. Eigene Daten, Checklisten, Rechner oder Anleitungen werden eher verlinkt als allgemeine Texte. Ein Beispiel sind unsere kostenlosen SEO-Tools.
- Gastbeiträge mit Mehrwert. Fachmedien und Verbände nehmen Beiträge an, wenn sie der Leserschaft nützen. Die Anfrage zielt auf den Beitrag, nicht auf den Link.
- Echte Einträge. Branchenverzeichnisse, Kammern, Verbände, Partner, Lieferanten und Hersteller-Händlerlisten sind Links, die es ohnehin gibt.
- Regionale Erwähnungen. Lokale Vereine, Sponsoring mit Link auf der Vereinsseite (gekennzeichnet) und Presse vor Ort.
- Digital-PR. Eine Meldung mit eigenem Aufhänger, etwa eine Umfrage unter Kunden, die Sie tatsächlich durchgeführt haben.
Der Ablauf ist in Backlinks: Bedeutung, Qualität und SEO-Strategie und im Überblick zur Offpage-Optimierung beschrieben. Wer den Linkaufbau auslagern will, findet die Leistung unter Linkbuilding.
Wenn Sie bereits Links gekauft haben
- In der Search Console unter „Sicherheit & manuelle Maßnahmen“ prüfen, ob eine Meldung zu unnatürlichen Links vorliegt.
- Eine Liste der Links anlegen: Seite, Anbieter, Datum, Rechnung.
- Den Anbieter bitten, den Link zu entfernen oder mit
rel="sponsored"zu kennzeichnen. - Das Disavow-Tool ist laut Google nur in Ausnahmefällen nötig, etwa bei einer manuellen Maßnahme wegen unnatürlicher Links.
FAQ: Backlinks kaufen
Ist es erlaubt, Backlinks zu kaufen?
Bezahlte Links, die Rankings beeinflussen sollen, verstoßen laut Google gegen die Spamrichtlinien. Bezahlte Werbung mit rel="sponsored" ist erlaubt.
Merkt Google gekaufte Backlinks?
Google beschreibt, dass es Linkspam automatisch erkennt und abwertet, außerdem gibt es manuelle Prüfungen. Wie zuverlässig das im Einzelfall funktioniert, lässt sich von außen nicht sagen.
Was kostet ein Backlink?
Dazu gibt es keinen belastbaren Marktpreis, und wir nennen keine Zahlen. Angebote unterscheiden sich in Reichweite, Redaktion und Kennzeichnung; ein günstiger Preis ist eher ein Warnzeichen.
Bringt ein nofollow- oder sponsored-Link etwas?
Er gibt in der Regel kein Rankingsignal weiter, kann aber Besucher und Bekanntheit bringen. Das ist der legitime Nutzen bezahlter Platzierungen.
Wie bekomme ich Backlinks, ohne sie zu kaufen?
Mit Inhalten, die andere zitieren, Gastbeiträgen mit Nutzen für die Leser, Einträgen bei Verbänden und Partnern sowie regionaler Presse.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Aussagen zu Spamrichtlinien, rel-Attributen und Disavow beruhen auf der Google-Dokumentation und sollten bei Änderungen dort gegengeprüft werden. Die Einschätzung der Angebote ist redaktionell, nicht rechtlich.