SEO für Zahnärzte
SEO für Zahnärzte und Zahnarztpraxen: wie Patienten nach Implantaten, Aligner-Behandlung oder einem Notdienst suchen, wie Selbstzahlerleistungen gefunden werden und was das Werberecht erlaubt.
Lassen Sie uns sprechenZahnarztpraxen haben ein besonderes SEO-Problem: Die Leistungen, die gesucht werden, und die Leistungen, die sich für die Praxis lohnen, sind oft nicht dieselben. „Zahnarzt in der Nähe“ bringt Kassenpatienten mit Schmerzen. Implantate, Aligner oder professionelle Zahnreinigung werden anders gesucht, mit mehr Vergleichen und mehr Fragen zu Kosten. SEO für Zahnärzte heißt, für beide Arten der Suche gefunden zu werden – und zu wissen, welche wichtiger ist.
Wie Patienten einen Zahnarzt suchen
| Anlass | Typische Suche | Was gefunden werden muss |
|---|---|---|
| Akute Schmerzen | „Zahnarzt Notdienst“, „Zahnarzt in der Nähe“ | Google-Profil mit aktuellen Sprechzeiten, Telefonnummer |
| Neue Praxis gesucht | „Zahnarzt [Stadtteil]“, „Zahnarzt Angstpatienten“ | Google-Profil, Startseite, Bewertungen |
| Selbstzahlerleistung | „Implantat Kosten“, „Aligner Erfahrungen“, „Bleaching Zahnarzt [Stadt]“ | eine eigene Seite pro Leistung |
| Frage vor der Behandlung | „Wurzelbehandlung Schmerzen danach“, „Implantat wie lange haltbar“ | Ratgeberinhalte, von Zahnärzten geschrieben |
Bei akuten Schmerzen entscheidet fast immer das Kartenergebnis. Bei Selbstzahlerleistungen dagegen vergleichen Patienten über Wochen, lesen mehrere Websites und entscheiden sich für die Praxis, die die Behandlung am verständlichsten erklärt.
Selbstzahlerleistungen brauchen eigene Seiten
Eine Liste „Unsere Leistungen“ mit zwanzig Stichpunkten rankt für keine davon. Für jede Leistung, mit der die Praxis neue Patienten gewinnen will, braucht es eine eigene Seite, die beantwortet, was Patienten vor dem Termin wissen wollen:
- Für wen ist die Behandlung geeignet, und wann nicht?
- Wie läuft sie ab, wie viele Termine braucht es, und wie lange dauert sie insgesamt?
- In welcher Größenordnung liegen die Kosten, und was übernimmt die Krankenkasse?
- Was kann man von dem Ergebnis erwarten, und wie lange hält es?
- Wie bekommt man einen Beratungstermin?
Bei den Kosten scheuen viele Praxen konkrete Angaben. Eine ehrliche Spanne mit der Erklärung, wovon der Preis abhängt, beantwortet aber genau die Frage, mit der Patienten suchen. Wer sie nicht beantwortet, überlässt den Patienten den Preisvergleichsportalen.
Angstpatienten und Vertrauen
Ein großer Teil der Menschen schiebt Zahnarztbesuche aus Angst auf. Wer nach „Zahnarzt Angstpatienten“ sucht, will nicht lesen, dass die Praxis „einfühlsam“ ist, sondern was konkret anders läuft: längere Termine, Erklärung jedes Schritts, Sedierung oder Narkose, die Möglichkeit, jederzeit eine Pause zu machen. Eine Seite, die das ehrlich beschreibt, mit Fotos der Praxis und des Teams, gewinnt genau die Patienten, die anderswo nicht ankommen.
Was das Werberecht erlaubt
Für Zahnärzte gelten die Berufsordnung der jeweiligen Zahnärztekammer und das Heilmittelwerbegesetz. Für die Website heißt das vor allem:
- Sachliche Information ist erlaubt und erwünscht. Ablauf, Dauer, Kosten und Alternativen einer Behandlung gehören auf die Website.
- Keine Heilversprechen. „Schmerzfrei garantiert“ oder „ein Leben lang schöne Zähne“ haben auf einer Leistungsseite nichts zu suchen.
- Vorher-Nachher-Bilder sind bei rein ästhetischen operativen Eingriffen nicht erlaubt. Bei anderen Behandlungen ist Zurückhaltung und eine Prüfung im Einzelfall sinnvoll.
- Tätigkeitsschwerpunkte dürfen nur angegeben werden, wenn sie die Vorgaben der Kammer erfüllen.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Leistungsseiten für ästhetische Behandlungen lohnt sich vor der Veröffentlichung ein Blick durch eine Kanzlei für Medizinrecht.
Das Google-Profil der Praxis
Für Suchen mit Ortsbezug ist das Google-Unternehmensprofil der wichtigste Hebel. Bei Zahnarztpraxen kommt es auf einige Details besonders an:
- Sprechzeiten und Notdienst müssen stimmen, auch an Feiertagen und in den Ferien.
- Leistungen sollten im Profil einzeln angelegt sein, damit es auch für „Implantate“ oder „Prophylaxe“ erscheint.
- Fotos von Praxis, Behandlungsräumen und Team nehmen gerade Angstpatienten einen Teil der Unsicherheit.
- Bewertungen beantworten, ohne zu bestätigen, dass jemand Patient war. Die Schweigepflicht gilt auch online. Wie das geht, steht ausführlicher unter SEO für Ärzte.
Die allgemeinen Grundlagen für lokale Sichtbarkeit stehen unter Local SEO.
Womit ich anfangen würde
- Das Google-Profil vollständig aufstellen, mit Leistungen, Fotos und korrekten Zeiten.
- Für die zwei oder drei wichtigsten Selbstzahlerleistungen eigene Seiten mit Ablauf und Kostenrahmen anlegen.
- Eine ehrliche Seite für Angstpatienten schreiben, wenn die Praxis darauf eingestellt ist.
- Erst danach Ratgeberinhalte zu den Fragen, die in der Praxis am häufigsten gestellt werden.
Welche Leistungen Ihrer Praxis heute gefunden werden und wo Patienten zur Konkurrenz gehen, zeigt ein SEO-Audit mit Ihren echten Suchdaten.