SEO-Detektive / Expertise

SEO für Ärzte

SEO für Ärzte und Praxen: wie Patienten suchen, was Google bei Gesundheitsthemen besonders streng prüft und welche Regeln des Heilmittelwerbegesetzes auch für die Website gelten.

Lassen Sie uns sprechen

Die meisten Arztpraxen haben kein Problem mit zu wenigen Patienten. Sie haben ein Problem mit den falschen Anfragen: Terminwünsche für Leistungen, die sie nicht anbieten, Anrufe mit Fragen, die auf der Website stehen könnten, und zu wenige Anfragen für die Leistungen, die sich für die Praxis lohnen. SEO für Ärzte heißt deshalb selten „mehr Besucher”. Es heißt: die richtigen Patienten finden die Praxis, bevor sie zur nächsten gehen.

Wie Patienten eine Praxis suchen

Patienten suchen auf drei Arten, und jede braucht einen anderen Teil der Website.

SucheBeispielWas gefunden werden muss
Fachrichtung und Ort„Hautarzt Essen”, „Zahnarzt in der Nähe”Google-Unternehmensprofil, Startseite
Leistung„Hautkrebsscreening Essen”, „Implantat Kosten”eine eigene Seite pro Leistung
Symptom oder Frage„Leberfleck juckt”, „Wurzelbehandlung Schmerzen danach”Ratgeberseiten, von Ärzten geschrieben

Bei der ersten Art entscheidet fast immer das Kartenergebnis, nicht die Website. Bei der zweiten gewinnt die Praxis, die eine Leistung verständlicher erklärt als die anderen. Die dritte ist die schwierigste, weil hier Gesundheitsportale und Krankenkassen mitspielen. Eine Praxis kann dort nur mit echter Fachkenntnis punkten, nicht mit Masse.

Warum Google bei Gesundheit strenger ist

Google behandelt Gesundheitsthemen als besonders sensibel, weil falsche Informationen Menschen schaden können. Seiten zu Diagnosen, Behandlungen und Medikamenten werden deshalb strenger danach bewertet, wer sie geschrieben hat und ob diese Person es wissen kann.

Für Praxen ist das ein Vorteil, den viele verschenken. Ein Ratgebertext ohne Autor wirkt wie jeder andere Text im Netz. Derselbe Text mit Namen, Fachrichtung und Approbation der Ärztin oder des Arztes, der ihn verfasst oder geprüft hat, ist genau das, was Google bei Gesundheitsthemen sucht. Konkret hilft:

  • Ein Autor pro Fachtext, mit Fachrichtung und einem Link zur Teamseite
  • Ein Prüfdatum, wenn der Text medizinisch aktualisiert wurde
  • Eine Teamseite mit echten Angaben: Werdegang, Schwerpunkte, Fortbildungen, Mitgliedschaften
  • Quellen, wo es um Studienlage oder Leitlinien geht

Was das Heilmittelwerbegesetz für die Website bedeutet

Eine Praxiswebsite ist rechtlich Werbung. Neben der ärztlichen Berufsordnung gilt dafür das Heilmittelwerbegesetz. Einige Regeln betreffen SEO-Inhalte direkt:

  • Keine irreführenden Heilversprechen. „Schmerzfrei in drei Sitzungen” ist ein typisches Beispiel für einen Satz, der auf einer Leistungsseite nichts zu suchen hat.
  • Vorher-Nachher-Bilder sind bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen ohne medizinische Notwendigkeit nicht erlaubt. Viele ästhetische Praxen zeigen sie trotzdem, gut für das Ranking ist das auf Dauer nicht.
  • Sachliche Information ist erlaubt und erwünscht. Wie eine Behandlung abläuft, wie lange sie dauert, was sie kostet und für wen sie infrage kommt, darf und sollte auf der Website stehen.

Das ist keine Rechtsberatung. Bei Leistungsseiten für ästhetische Behandlungen lohnt sich ein kurzer Blick durch eine Kanzlei für Medizinrecht, bevor sie online gehen.

Das Google-Profil: Praxis und Ärzte

Für die Suche nach Fachrichtung und Ort ist das Google-Unternehmensprofil wichtiger als die Website. Einige Punkte sind bei Praxen anders als bei anderen Betrieben:

  • Die Hauptkategorie sollte die Fachrichtung sein, also „Hautarzt” statt nur „Arzt”.
  • Einzelne Ärzte können ein eigenes Profil haben, zusätzlich zum Profil der Praxis. Bei Gemeinschaftspraxen mit mehreren Fachrichtungen ist das oft sinnvoll, bei einer Einzelpraxis meist nicht.
  • Sprechzeiten müssen stimmen, auch an Feiertagen und im Urlaub. Wer vor einer geschlossenen Tür steht, schreibt die nächste Bewertung.
  • Der Terminlink gehört ins Profil, ob zur eigenen Buchung oder zu einem Terminportal.

Bewertungen sind heikel. Ärzte dürfen auf Bewertungen antworten, aber wegen der Schweigepflicht nicht bestätigen, dass jemand Patient war. Eine gute Antwort bleibt allgemein: Dank, Bedauern, ein Hinweis auf den direkten Kontakt. Noch weniger Bewertungen als Praxen bekommen übrigens Detekteien – dort muss Vertrauen ganz ohne sie entstehen. Mehr zu den Grundlagen steht unter Local SEO.

Leistungsseiten, die Termine bringen

Die meisten Praxiswebsites listen ihre Leistungen auf einer einzigen Seite. Das reicht nicht, um für „Hautkrebsscreening Essen” oder „Invisalign Kosten” gefunden zu werden. Eine eigene Seite pro wichtiger Leistung beantwortet, was Patienten vor dem Anruf wissen wollen:

  1. Für wen ist die Behandlung gedacht, und wann ist sie nicht sinnvoll?
  2. Wie läuft sie ab, und wie lange dauert sie?
  3. Übernimmt die Kasse die Kosten, und wenn nicht, in welcher Größenordnung liegen sie?
  4. Wie bereitet man sich vor, und was passiert danach?
  5. Wie bekommt man einen Termin?

Welche Leistungen eine eigene Seite verdienen, entscheidet die Praxis, nicht das Suchvolumen. Selbstzahlerleistungen und Schwerpunkte, für die neue Patienten gewünscht sind, kommen zuerst.

Womit ich anfangen würde

In dieser Reihenfolge bringt SEO für Ärzte meist am schnellsten etwas:

  1. Das Google-Profil vollständig und korrekt aufstellen.
  2. Die zwei oder drei wichtigsten Leistungen auf eigene Seiten bringen.
  3. Die Teamseite mit echten Angaben zu den Ärzten ausbauen.
  4. Erst danach Ratgebertexte schreiben, und zwar zu Fragen, die Patienten in der Sprechstunde wirklich stellen.

Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Praxis heute steht, sehen wir uns Ihre echten Suchdaten an. Ein SEO-Audit zeigt, welche Seiten schon gefunden werden und wo Patienten zur Konkurrenz gehen.

Von der Erkenntnis zur Umsetzung

Machen wir den
nächsten Schritt.

Im Erstgespräch klären wir, wie SEO für Ärzte zu Ihren Zielen passt – und womit wir anfangen sollten.